Nachhaltiger Hausbau: Das Dach

Wer heute sein Haus bauen oder sanieren will, macht sich sinnvollerweise Gedanken, wie das umweltverträglich möglich ist. Aus der Perspektive des Umweltschutz‘ ist das Dach ein besonders interessanter Bestandteil des Haus. Denn hier können Solarzellen installiert werden oder Regenwasser gesammelt werden. Auch die große Fläche macht die Isolierung des Dachs zu einem wichtigen Thema. Zeit also, sich das Dach aus nachhaltiger Perspektive anzusehen.

Umweltfreundliche Materialien

Es gibt eine große Auswahl von umweltfreundlichen Materialien für die Bedachung des Haus. Am umweltfreundlichsten und am wenigsten pflegeintensiv ist Schiefer. Das Naturprodukt ist vielseitig einsetzbar und langlebig.

Auch herkömmliche Dachziegel sind vollständig aus ökologischen Materialien gefertigt, nämlich aus Wasser, Ton und Lehm. Die Ziegel bestehen, einmal gebrannt, hauptsächlich aus Ton, der durch seine Struktur einen hohen Feuchtigkeitsaustausch ermöglicht. Noch umweltfreundlicher sind Dachsteine. Der ganze Produktionsprozesse von Beginn bis zur Verbauung belastet die Umwelt noch weniger als ein Dachziegel.

Auch aus Metall lassen sich umweltfreundliche Dächer bauen. Hier sind besonders eine Dachbleche-Bedachung aus Zink oder besser noch Titanzink interessant. Zink ist ein natürlich vorkommender Rohstoff, der mit einem niedrigen Energieaufwand zu einer Bedachung verarbeitet werden kann. Titanzink ist darüber hinaus sogar zu 100% recycling. Die Metalle sind fast rostfrei und damit wartungsfrei und langlebig.

Sollte ein Dach gedämmt werden?

Dächer haben einen sehr großen Anteil an der Außenhaut eines Gebäudes und je steiler das Dach, desto größer der Anteil. Da Wärme nach oben steigt, verliert ein Haus sehr viel mehr Wärmeenergie über sein Dach als über die anderen Außenwände. Daher ist eine energetische Dachdämmung auf jeden Fall eine sinnvolle Investition.

Auch der Wohnkomfort steigt durch ein gedämmtes Dach. Wärmebrücken, eindringende Feuchtigkeit und Zugluft unter dem Dach werden durch die Dämmung minimiert. Auch die Temperatur kann sehr viel einfacher reguliert werden.

Die Dämmung bedeutet höhere Baukosten, aber gleichzeitig auch niedrigere Heizkosten – hiervor profitieren der Geldbeutel der Hausbesitzenden und die Umwelt.

Alte Dachfenster austauschen?

Aus denselben Gründen lohnt es sich, früher oder später neue Dachfenster einzubauen. Alte Fenster sind fast sicher schlechter isoliert als moderne Fenster und lassen sich in der Regel auch leicht auswechseln. Besonders Fenster auf der Südseite eines Hauses sind viel Sonnenlicht und damit viel Hitze ausgesetzt, wodurch sie sich mit der Zeit verziehen und undicht werden. Neue Dachfenster bieten damit einen großen Mehrwert an Wärmeisolierung und halten mehr Schall ab.

Dächer sind nützliche Hausbestandteile!

Ökologisch lassen sich Dächer sinnvoll nutzen. Die sonst unnütze, große Fläche kann mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden und so Strom oder Wärme über Solarthermie produzieren. Nicht nur machen sich diese Systeme in den Rechnungen für Strom und Heizmittel bemerkbar, sie nutzen die verfügbaren Ressourcen der Welt schonend.

Besonders interessant sind Solaranlagen für Besitzer eines E-Autos. Mit einer Wallbox kann der eigene Solarstrom getankt werden und zu 100% klimaneutral gefahren werden.

Auch das anfallende Regenwasser genutzt werden. Dafür braucht es keine großen Umbaumaßnahmen am Dach, nur an den Fallrohren. Hier können beispielsweise Regensammler angeschlossen werden, die eine Wassertonne befüllen. Ist der Regensammler in derselben Höhe angeschlossen wie der Zulauf der Tonne, läuft diese auch nicht mehr über.

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