Wie findet man Wasser im Garten?

Viele Menschen wünschen sich einen eigenen Brunnen im Garten. Dieser ist zumeist sehr nützlich und auf die Dauer sparen Sie auch Wasserkosten. Gründe für einen Brunnen sind zum Beispiel die Bewässerung der eigenen Pflanzen. Als Trinkwasserversorgung ist ein eigener Brunnen nicht zu empfehlen, da das Wasser nicht gefiltert und von möglichen Keimen befreit ist, wie bei einer professionellen Wasseraufbereitung.

Dennoch ist es eine gute Möglichkeit, seinen eigene Garten zu bewässern. Doch um einen Brunnen errichten zu können, muss nachgeforscht werden, wo und ob Wasser im Boden vorhanden ist.

Wo man Wasser findet

Sobald diese Frage gestellt ist, denken viele an Wünschelruten und deren dazugehörige Träger, die angeblich genau wissen, wo man bohren muss und wo sogenannte Wasseradern zu finden sind. Diese Behauptungen sind wissenschaftlich nicht bewiesen und werden als Scharlatanerie widerlegt. Sogenannte Wasseradern gibt es in dem Sinne nicht. Grundwasser kommt eher Flächenmäßig vor und wo genau es vorhanden ist, hängt von den unteren Gesteinsschichten ab. Luftige Erde, zum Beispiel aus Sandstein, ist besonders prädestiniert für eine gute Grundwasserversorgung. Erdschichten aus Lehm oder Ton sind sehr wasserundurchlässig und verhindern ein Nachlaufen des Wassers. Empfehlenswert ist es daher, sich die Hydrogeologie seines Grundstücks anzusehen. Spezielle Karten zeigen die Grundwasserstände und möglichen Wasservorkommen. Diese sind auf den Gemeindeämtern einsichtig und können gegen eine Gebühr ausgehändigt werden. Dabei sehen Sie genau, ob Sie in Ihrem Garten auf Wasser stoßen könnten. Dies ist auch beim Hausbau wichtig. Ist das Grundwasseraufkommen auf Ihrem Grundstück sehr nah an der Oberfläche und Sie möchten einen Keller bauen, benötigen Sie spezielle Drainagen, die das Wasser von Ihrem Haus abhalten.

Wie man Wasser findet

Haben Sie sich mit den Hydrogeologischen Karten beschäftigt und ein entsprechendes Vorkommen in ihrem Garten für möglich befunden, ist der erste Schritt getan. Mit einem Bohrer können Sie dann Probebohrungen durchführen und bei den entsprechenden Gegebenheiten Wasser in Ihrem Garten finden. Bei den Bohrungen werden Sie vermutlich nicht um mehrere Versuche herum kommen, da Wasser in verschiedenen Tiefen vorhanden ist und der Nachlauf wichtig, damit Sie immer Wasser in Ihrem Brunnen haben.

Wie befördert man das Wasser an die Oberfläche?

Sind Sie auf Wasser gestoßen, können Sie dieses an die Oberfläche befördern. Wichtig dabei ist das richtige Gerät. Am einfachsten funktioniert dies mit einem Ansaugschlauch. Dieser saugt, wie der Name schon sagt, das Grundwasser an die Oberfläche. Er ist an eine Garten-Wasserpumpe angeschlossen und kann so das Wasser an die Oberfläche befördern. An dem Ende, welches in der Erde liegt, ist ein Sieb, der Steine, Dreck und Schmutz abhält. Dies ist sehr wichtig, da sonst der Ansaugschlauch schnell verstopft und Sie keine lange Freude an Ihrer Garten-Wasserpumpe haben. Heutzutage sind solche Pumpen wahre Alleskönner. Sie saugen nicht nur das Wasser an die Oberfläche, sonder verteilen es direkt weiter und einige sind für die Aufbereitung geeignet. Je nachdem, für was Sie Ihr Wasser benutzen möchten, können Sie sich Ihr passendes Modell aussuchen. Ob allein zur Bewässerung des Gartens oder beispielsweise zur Wasserversorgung im Haus für Toilettenspülungen. Sie können die Garten-Wasserpumpe direkt an einen Wasserhahn anschließen und haben immer eine gute Versorgung Ihrer Pflanzen.

Eine gute Planung lohnt sich. Sind die geologischen Gegebenheiten vorhanden, um Grundwasser zu gewinnen, steht der eigenen Wasserversorgung nichts im Wege. Mit dem richtigen Equipment haben Sie lange Freude an Ihrem Brunnen und können sich sorglos zurücklehnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.