Kleine Beere ganz groß

Die Heimat der Aronia ist Nordamerika. Hier wächst sie wild. Von Kanada bis nach Florida. Für die Indianer waren getrocknete Aroniabeeren fester Bestandteil von Pemmikan, einer haltbaren Kraftnahrung für die Wintermonate. Ihre Früchte sind erbsengroß und dunkelviolett. Sie sind reich an Vitamin A, B2, C und K. Ebenso an Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Kalium und Folsäure.

Die Geschichte

Um das Jahr 1900 brachte der Biologe Iwan Mitschurin die Pflanze nach Russland. Dort wurde sie anfänglich von der Lebensmittel- und Pharmaindustrie als Farbstofflieferant genutzt. Selbst in vielfacher Verdünnung erzeugen die Farbstoffe der Aronia-Beere noch eine intensive dunkelrote Färbung.

Systematische Züchtungen optimierten die Größe der Früchte, den gleichmäßigen Ertrag und die Frosthärte der Aronia-Pflanze.

Nach dem 2. Weltkrieg begann der Anbau der Aronia im großen Umfang in Osteuropa und seit 40 Jahren in Deutschland.

In Russland und Polen gilt die Aronia als Heilpflanze.

Die Pflanze

Die Aronia, auch schwarze Apfelbeere genannt, gehört botanisch gesehen, zu den Rosengewächsen. Sie wächst im Flachland genauso gut wie im Gebirge und ist robust und widerstandsfähig. Sie ist frosthart und hält Temperaturen bis zu -35 Grad Celsius aus. Der Strauch der Aronia wird bis zu zwei Meter hoch.

Mitte Mai beginnt der Aronia-Strauch zu blühen. Die weißen Blüten ähneln denen der Eberesche und Weißdorn. Ab August beginnt die Ernte der Aroniabeeren. Übrigens: Rehe und Vögel lieben die reifen Beeren. Man sollte sich also mit der Ernte beeilen oder ein Netz über die Sträucher legen.

Die Beeren zeichnen sich durch einen fein herb-säuerlichen Geschmack aus und lassen sich zu Saft, Marmelade oder Pulver verarbeiten. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Kochbücher rund um die Aronia sind inzwischen zahlreich vorhanden.

Lässt man die Beeren bis November am Strauch, so ziehen sie sich rosenförmig zusammen. Durch den relativ hohen Fruchtzuckergehalt von 10% können die „geschrumpften“ Aroniabeeren wie Rosinen verwendet werden.

Das Aronia Pulver

Am Anfang der Produktion von Aronia Pulver steht die Herstellung des Aronia-Direktsaftes. Dazu werden die Beeren unmittelbar nach der Ernte schonend gepresst. Der sogenannte Trester, der nach der Saftherstellung übrigbleibt, bildet die Grundlage für das Pulver. Der Trester besteht aus den Aronia-Schalen und Kernen. In ihnen steckt die höchste Konzentration von Nährstoffen und Vitaminen. Der Trester wird schonend getrocknet und anschließend zu einem feinen und farbintensiven Pulver vermahlen. Das Pulver ist nicht wasserlöslich. Und vielseitig verwendbar.

Sie können es zum Süßen von Speisen und Getränken oder als Backzutat verwenden. Verfeinern Sie Ihre Smoothies oder Ihr morgendliches Müsli mit dem wohlschmeckenden Pulver.

Aronia Beeren aus regionalem Anbau schonen die Umwelt, denn Anbau und Herstellung sind klimaneutral.

Die Hauptanbaugebiete in Deutschland sind Brandenburg und Sachsen. Mittlerweile haben auch Obstbauern aus Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern die Pflanze für sich entdeckt. Somit fast überall regional zu bekommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes werden in Deutschland auf 1.000 Hektar etwa 1.200 Tonnen Aronia-Beeren geerntet.

Fazit

Die kleine dunkle Aronia-Beere hat es in sich. Sie ist reich an Vitaminen, Mineralien und an sekundären Pflanzenstoffen. Die Anthocyane und Polyphenole werden mit einer Reihe von gesundheitsfördernden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Diese Stoffe sind auch für die dunkelrote Färbung der Beeren verantwortlich. Und reduzieren den „oxidativen Stress“ im Körper.

Genießen Sie den außergewöhnlichen Geschmack der Aronia-Beere in Form von dem bekömmlichen Direktsaft. Und lassen Sie sich von der Vielseitigkeit der Verwendung von dem Beeren-Pulver inspirieren.

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