Eine Terrasse wird meist für viele Jahre gebaut. Umso ärgerlicher ist es, wenn sich nach dem ersten stärkeren Regen Wasser sammelt oder einzelne Dielen später nicht sauber liegen. Viele solcher Probleme lassen sich vermeiden, wenn nicht direkt mit dem Verlegen begonnen wird. Untergrund und Wasserablauf sollten am besten schon genauso früh geklärt werden wie die benötigte Materialmenge.
Inhaltsverzeichnis
Als Erstes den Untergrund prüfen
Eine stabile Terrasse braucht zuallererst eine passende Grundlage. Die Unterkonstruktion darf später nicht noch einmal absacken oder sich verschieben. Auf welchem Untergrund sie aufgebaut wird, hängt von den Bedingungen vor Ort ab. Bei einer bereits befestigten Fläche sind die Voraussetzungen andere als bei einem Gartenboden. Auf unbefestigten Flächen muss zunächst eine tragfähige Grundlage geschaffen werden. Dabei sollte Wasser nach einem Regenschauer weiterhin ablaufen können. Auch kleinere Unebenheiten sollten vor dem Aufbau ausgeglichen werden. Wenn sie einfach mit den Dielen überdeckt werden, können sie sich später auf die gesamte Fläche auswirken.
Wasser braucht einen Weg
Bei einer Terrasse im Freien lässt sich Regen natürlich nicht vermeiden. Deshalb sollte schon beim Aufbau feststehen, wohin das Wasser ablaufen kann. Das betrifft vor allem Dielen mit Hohlräumen im Inneren. Ein ausreichendes Gefälle hilft schon dabei, dass Regenwasser nicht auf der Fläche oder innerhalb der Konstruktion stehen bleibt. Bei WPC Hohlkammer Dielen sollte die vom Hersteller vorgesehene Verlegerichtung beachtet werden, damit Feuchtigkeit aus den Hohlräumen gut abfließen kann. Auch offene Enden verdienen eine gewisse Aufmerksamkeit. Passende Abschlüsse verhindern, dass sich dort mit der Zeit unnötig Schmutz ansammelt.
Material am besten nicht zu knapp bestellen
Für die Bestellung reicht es nicht, nur Länge und Breite der geplanten Terrasse miteinander zu multiplizieren. Beim Zuschneiden geht Material verloren. Verwinkelte Flächen erhöhen den Bedarf zusätzlich. Deshalb sollte vor der Bestellung ein Verlegeplan erstellt werden. Darin lässt sich festhalten, in welche Richtung die Dielen verlaufen und wo Zuschnitte erforderlich sind. So wird auch sichtbar, ob abgeschnittene Stücke an einer anderen Stelle bei Bedarf noch verwendet werden können. Ein paar Dielen als Reserve aufzubewahren, kann außerdem sinnvoll sein. Wenn später eine Diele beschädigt wird, steht dann schon passendes Ersatzmaterial zur Verfügung.
Abstände nicht nach Gefühl wählen
Wichtig zu wissen ist: WPC verändert sich bei unterschiedlichen Temperaturen. Deshalb dürfen die Dielen nie ohne die vorgesehenen Abstände verlegt werden. Welche Abstände erforderlich sind, kann ganz einfach den jeweiligen Herstellerangaben entnommen werden. Das Gleiche gilt auch für die Unterkonstruktion. Wenn deren Elemente zu weit auseinanderliegen, können die Dielen nicht ausreichend gestützt werden. Mehr Material ist an dieser Stelle nicht automatisch besser: Wichtig ist ein Aufbau, der auch wirklich zu den verwendeten Dielen passt.
Vor dem ersten Zuschnitt noch einmal alles gut kontrollieren
Wenn die ersten Terrassendielen zugeschnitten sind, lassen sich Fehler nur noch sehr schwer korrigieren. Vorher sollte deshalb noch einmal genau geprüft werden, ob Unterkonstruktion und Gefälle auch stimmen. Auch die geplante Verlegerichtung sollte feststehen. Diese Vorbereitung kostet beim Terrassenbau etwas zusätzliche Zeit, kann später aber viel Arbeit ersparen.
Eine sauber geplante Konstruktion schafft also die Grundlage dafür, dass die neue Terrasse auch im Alltag problemlos genutzt werden kann und nicht nur direkt nach dem Verlegen gut aussieht.
Die richtige Pflege direkt nach dem Verlegen
Nach dem Aufbau der Terrasse endet die Arbeit nicht sofort. Gerade wenn die Dielen frisch verlegt sind, sollten sie in den ersten Wochen besonders sorgfältig behandelt werden. Neue WPC- oder Holzterrassen reagieren häufig empfindlich auf starke Belastungen oder intensive Nässe, da sich das Material noch setzen muss. Es empfiehlt sich daher, schwere Gegenstände zunächst vorsichtig zu platzieren und übermäßigen Schmutz durch regelmäßiges Kehren oder sanftes Abspritzen mit Wasser zu vermeiden. So bleibt die Oberfläche länger schön und mögliche Spannungen im Material können sich langsam abbauen. Außerdem tragen diese Maßnahmen dazu bei, dass sich Wasserreste nach Regen schnell verflüchtigen und keine feuchten Stellen zurückbleiben, die zu Verfärbungen oder Schimmelbildung führen könnten.